Dienstag, 24. Mai 2011

Coaching-Geschichte Nr. 2: "Jede/r hat einen Coach verdient."

Astrid Weih, Inhaberin "Naturkinderladen", Weimar

Als Mutter eines Säuglings hatte ich 2005 "Tragefix... den Trageladen" für Trageberatung und den Erwerb von Tragehilfen für Babies gegründet.

Der Laden, der zunächst während der Erziehungszeit aus Idealismus und als "Hobby" begonnen hatte, entwickelte sich aufgrund von KundInnennachfragen rasant und
nach zweieinhalb Jahren kam ich mir vor, wie von einer Lawine überrollt und befand mich in Chaos und Überforderung.
Hinzu kam, dass ich ein Jahr nach Beginn ein zweites Kind geboren hatte und nun zwei Kinder mit in den Laden nahm und dort betreute, so dass keinerlei Abgrenzung mehr zwischen Privatleben und Beruf für mich bestand. 

Die Produktpalette war seit Beginn meiner Selbstständigkeit stetig gewachsen und hatte sch in einem nur für mich einigermaßen durchsichtigen Durcheinander im Geschäft ausgebreitet. Weder KundInnen noch MitarbeiterInnen kannten sich ohne meine Hilfe aus.

Ich litt an totaler Überforderung und hatte das  Gefühl nirgends Land zu sehen.

Die finanzielle Situation lässt sich rückwirkend am besten mit "zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel" beschreiben.

Ich drehte mich in Themen und Fragen, hatte kaum Zeit darüber nachzudenken und wusste nicht ein und aus.

Was sollte, was konnte ich tun?

Ich fragte mich, ob ich den Laden überhaupt in den Griff bekommen würde,
da ich nicht aus der Wirtschaft komme und mich marktwirtschaftlich nicht auskannte.
Sollte ich einfach alles hinschmeißen, Hartz IV-Empfängerin werden
und mich auf meine Rolle als Mutter konzentrieren?

So kam ich zum Coaching.

*

Die ersten Fragen von Jana Symalzek, die mir total gutgetan haben, waren:

Was will ich wirklich für mich und für meine Kinder und welche
Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Laden?
Wie kann der Laden mir dienen und nicht ich dem Laden?
Und: Warum mache ich überhaupt den Laden?
Welche Herzens-Motivation hat mich bewegt, ihn zu gründen und
gibt es diese noch?

Mit Hilfe der Antworten, die im Coaching-Prozess sichtbar wurden,
konnte ich eine neue Zukunftsvision entwickeln, die dann so aussah:

Ich habe eine Herzens-Motivation hinter dem Laden und zeige diese nach Außen.
Die Besonderheit der Produkte wird kommuniziert und die Produkte werden so strukturiert, dass sich jede/r auch ohne meine Hilfe im Laden zurechtfindet.
Ich nehme meine Führungsrolle an und habe ein Team, das hinter mir steht.
Der Laden wird materielle Versorgungsquelle für mich und meine Kinder.
Privat- und Berufsleben werden entwirrt. Ich schaffe klare Zeit-Räume.
Jede/r Mensch soll sich im Laden als KundIn angesprochen und willkommen fühlen.

Zur Umsetzung erfolgten Einzel-Coachings zu den jeweiligen Themen:

Entwicklung einer Ladenphilosophie und neue Kommunikation zur Ausdehnung der Zielgruppe
Konsequenz in der Produktpalette, Transparenz, Beschilderung und räumliche Struktur
Mitarbeiterphilosophie (Anforderungsprofile, Rollenklärung)
Finden eines neuen Namens 
Entwickeln einer neuen CI

Die Umsetzung der im Coaching beschlossenen Veränderungen dauerte insgesamt ca. ein Jahr. In dieser Zeit hatte ich immer das Gefühl, meinen Coach als Rückenstärkung hinter mir zu haben.

Heute bin ich an dem Punkt dass:

Der Laden mich materiell trägt und gleichzeitig mit meinen Idealen übereinstimmt.
Ich habe Zeit und Raum für meine Familie und fühle mich als Chefin wohl. 
Ich bin in der Kraft auf aktuelle (Neu)Entwicklungen einzugehen bevor Überforderung auftaucht.

Allein hätte ich dies nicht geschafft.
Das Coaching hat zu mir zu Übersicht und Klarheit verholfen und neue (Denk)Räume geschaffen.
Durch das Coaching konnte ich überhaupt erst entdecken und herausfinden, was ich wirklich will.

Mich haben im Coaching besonders die Coaching-Techniken begeistert, mit deren Hilfe ich mehr über mich selbst erfahren konnte und zu meiner eigenen Kraft (zurück) fand.

Dies macht für mich den Unterschied von Coaching zu den privaten Ratschlägen, die man reichlich von Freunden und Familie in einer Krise bekommt, aus.

Darum mein Fazit:

"Jede/r hat einen Coach verdient."

Mittwoch, 26. Januar 2011

Coaching-Geschichte Nr. 1: Wie eine Journalistin zu einer ungeahnten Berufung fand

Petra Schönbacher, Journalistin aus Wien
und Gründerin von animal.fair.
Meine Coaching-Geschichte:
Als ich zum "Berufungs"-Workshop mit Jana Symalzek kam, hatte ich mich gerade entschieden, meine Arbeitszeit als Journalistin von 5 auf 3 Tage in der Woche zu reduzieren. Ich mochte meine Arbeit als Journalistin, aber ich hatte auch das Gefühl, dass es da noch etwas anderes gab, dass ich machen wollte.
Jetzt stand ich vor der Frage, was dieses "etwas" ist.
Was sollte ich in meiner frei geräumten Zeit tun?
Ich dachte, es würde eine Arbeit mit Stimm- und Atemtraining sein. Ich hatte eine Ausbildung zur Stimm- & Atem-Therapeutin abgeschlossen und damit wollte ich nun arbeiten. Doch während des Workshops stellte ich mir ganz andere Fragen:
Was will ich wirklich?
Was brennt mir unter den Nägeln?
Wo habe ich wirklich was zu sagen?
Und es regte sich in mir etwas, dass ich mir bis dato nie getraut hatte zu sehen, geschweige denn umzusetzen. "Meine wahre Berufung ist eine andere." Hörte ich mich sagen. Diese hat mit Tieren zu tun, ABER: das geht nicht. Damit kann ich kein Geld verdienen. Und ich kann damit nicht arbeiten: ich fühle mich beim Thema Tiere wie an der Kippe zwischen Abgrund und einem neuen Weg. Doch der Ball war ins Rollen gekommen. Plötzlich wollte ich es wissen: Was war da mit mir und den Tieren? Und warum traute ich mich nicht einfach?
Dieser Tag wurde mein einschneidender Moment. Mit Hilfe der Unterstützung im Workshop sagte ich endlich:
Ja, das will ich. Ich will die Verbindung zwischen Menschen und Tieren verbessern.
Ich möchte die Stimme der Tiere sein.
Es war erleichternd.... und als ob eine Tür aufgehen würde. Vor mir lag etwas, das ich jahrzehntelang verdrängt und wozu mir der Mut gefehlt hatte. 
Als Folge des Workshops habe ich eine Ausbildung zur Tierschutz-Lehrerin gemacht.
Danach gab es irgendwann einen Moment, an dem gar nichts weiterging.
Ich wollte gern in Schulen gehen und den Kindern von den Tieren berichten. Das ist auch heute noch mein Ziel. Doch vorher musste noch etwas anderes geschehen. Denn ich wollte nicht den Kindern - wenn auch altersadäquat - erzählen, was wir den Tieren in der Massentierhaltung, in Versuchslabors, auf Pelzfarmen, in der "Unterhaltungs"branche antun, und sie dann damit alleine lassen - ohne Ihnen einen Weg zu zeigen.
Dieser Weg aber war auch damals schon längst da. Allerdings hatte ich ihn nur als Nebenfahrbahn wahrgenommen.
Ein Telefon-Coaching mit Jana rückte ihn in mein zentrales Blickfeld:
Ich traf die Entscheidung, zunächst erst einmal ganz praktisch meine journalistischen 
Fähigkeiten zu nutzen und ich begann für einen tierfreundlichen Einkaufsführer zu recherchieren.
Heute gibt es animal.fair.
Ich war noch nie so beglückt im Tun.
Die von Petra Schönbacher gegründete Online-Plattform www.animalfair.at ist zentrales Netzwerk für Nachrichten und Informationen rund um Tier-Rechte und alle Möglichkeiten, die sich uns bieten, zu einer Versöhnung zwischen Mensch und Tier beizutragen. Kern der Plattform ist der tierfreundliche Einkaufsführer, denn so Petra Schönbacher: „Die wenigsten wissen, wie viel verstecktes Tierleid hinter ihren Einkäufen steckt und es gibt viele Möglichkeiten dies zu vermeiden.“ Auf Facebook hat animal.fair mittlerweile 1.140 Freunde.